Das Beweisverfahren
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🙁 Bin ich im falschen Film, oder was? Ich frage mich ernsthaft, ob Peter Metzler vom ORF Landesstudio Vorarlberg heute demselben Prozess beigewohnt hat, wie alle anderen Anwesenden im großen Schwurgerichtssaal.

💣 Denn Metzler berichtet allen Ernstes, dass die ehemaligen GeschĂ€ftsfĂŒhrer von den Zeugen belastet wurden. Beim Leser und Zuhörer entsteht der Eindruck, dass der Erstangeklagte, Martin Bösch, und der Zweitangeklagte, Wieland Hofer, tatsĂ€chlich von ehemaligen Mitarbeitern belastet werden. Dabei kommt Wieland Hofer im gesamten Prozess fast ĂŒberhaupt nicht vor und ich persönlich wurde heute vom siebten Belastungszeugen in Folge entlastet.

Nicht der GeschĂ€ftsfĂŒhrer, der COO war’s

Der Baggerfahrer, der heute im Zeugenstand einvernommen wurde, gab zu Protokoll, dass er vor drei Jahren geglaubt habe, ich hĂ€tte die VerfĂŒllung von GĂ€rresten gegenĂŒber dem damaligen betrieblichen GeschĂ€ftsleiter (COO) angeordnet. Heute relativiert der Zeuge jedoch, dass er sich nicht mehr daran erinnern könne. Und der damalige COO beteuerte schon am dritten Prozesstag, dass ich einen derartigen Auftrag definitiv nicht erteilt habe.

Auch mit allen anderen Anschuldigungen verwechselt der ORF Redakteur, Metzler, offenbar den ehemaligen GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Martin Bösch, mit dem fĂŒr den Betrieb zustĂ€ndigen Mitglied der GeschĂ€ftsleitung (COO). Ich solle, so Metzler in seinem Bericht, beide Arme von mir weggestreckt und vielsagend erklĂ€rt haben: „Diese HĂ€nde haben nichts vergraben“. Stattdessen war‘s die Geste des COO.

Herr Metzler, bitte erlauben Sie mir eine persönliche Bemerkung:

Wenn Sie am 14. Verhandlungstag der Causa HĂ€usle noch immer nicht wissen, wer GeschĂ€ftsfĂŒhrer war und wer in der GeschĂ€ftsleitung fĂŒr alle betrieblichen Belange die Verantwortung inne hatte, dann sind Sie mit der Berichterstattung zu diesem Prozess wohl heillos ĂŒberfordert. Ich weiß, manche ZusammenhĂ€nge sind recht komplex und erfordern die volle Aufmerksamkeit von Richtern, von Schöffen, von Zeugen, von AnwĂ€lten, von Beschuldigten und auch von Journalisten. Von denen sollte man erwarten können, objektiv und faktenbasiert zu berichten. Die Übung wĂ€re eigentlich recht simpel: Versuchen Sie einfach aufmerksam zuzuhören, den Sinn des Gesagten zu erfassen und geben Sie das Gehörte so wieder, wie und von wem es tatsĂ€chlich vorgebracht wurde.

Und falls Sie damit ĂŒberfordert sind, berichten Sie von Dingen, die weniger heikel sind. Oder noch besser, tauchen Sie unter, wie Klaus HĂ€mmerle von den VN.

Hier können Sie den verunglimpften ORF Beitrag nachlesen.

PS: Herr Metzler, ich wollte das mit Ihnen persönlich besprechen, habe Sie jedoch nicht erreichen können. Und meiner Bitte eines RĂŒckrufes sind Sie leider nicht nachgekommen. Sorry.

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